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| Nova Iguaçu, ein 2-Millionen Vorort von Rio ist nach UNO- Statistiken die gewalttätigste Stadt der Welt. Der Träger der Projekte ist AVICRES (Gemeinschaft für Leben in Wachstum und Solidarität), gegründet 1991 von dem Paderborner Theologieprofessor Johannes Niggemeier und der brasilianischen Psychologin Tania Maria de Lima. ¡ futuro sí ! unterstützt von insgesamt 15 Projekten der AVICRES folgende vier: 1. Kindertagesstätte " Zumbi dos Palmares" 2. Schreinerei "Naturaleza Viva" 3. "Pequeno Lavrador" Landwirtschaftsschule für Kinder in Campo Alegre/ Nova Iguaçu 4. Mädchenhaus "Casa da Esperança"
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| 1. Kindertagesstätte "Zumbi dos Palmares" | |
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Inmitten von Hütten aus Pappe und Wellblech und unverputzten Ziegelhäuschen strahlt der Kindergarten schon von weitem mit fröhlichen Farben an der weiß verputzten Fassade... |
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| Und dann die Begrüßung durch
die Kinder. Freundlich, übermütig und herzlich ist die Atmosphäre. Als sie
sich mit einem Lied und ein paar deutschen Brocken von uns verabschieden,
bin ich betroffen und gerührt und weiß tief im Inneren, daß sich unsere
Arbeit in Deutschland lohnt." (Auszug eines Reiseberichtes von Fridhelm Griepentrog, Vorsitzender von ¡ futuro sí ! ) In dem Kindergarten werden 30 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren ganztägig betreut. Sie bekommen zu essen, zu trinken, können spielen und schlafen, sie lernen und werden medizinisch versorgt. Die Kosten für diese Versorgung, für das Haus und die Gehälter der drei Betreuerinnen liegen monatlich bei 2.000,- Euro. |
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| 2. Schreinerei "Naturaleza Viva" | |
| In den Favelas,
den rund 600 Elendsvierteln um Rio de Janeiro, gibt es einen wichtigen Arbeitgeber
für strafunmündige Kinder: die Drogenmafia. Sie ist so erfolgreich, weil die Kinder in ihrer Not keine andere Überlebenschance haben - in einem Land, in dem 17 Millionen Minderjährige in absolutem Elend leben. Das Projekt Lehrwerkstatt, das aufgrund der finanziellen Unterstützung von ¡ futuro sí ! 1996 ins Leben gerufen werden konnte, gibt zumindest einigen Kindern die Möglichkeit, diesem Teufelskreis zu entkommen. Hier lernen Kinder und Jugendliche den Umgang mit Werkzeugen und Maschinen. Sie lernen jedoch auch, wie Möbel hergestellt werden oder wie man diese restauriert. So erhalten sie die Chance auf einen Arbeitsplatz.
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Weitere Infos: Pressemitteilung der Stadt Düesseldorf vom 20. Januar 2009 Pressemitteilung der Stadt Düesseldorf vom 05. November 2009 |
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| 3.
Pequeno Lavrador Landwirtschaftsschule für Kinder in Campo Alegre/ Nova Iguaçu |
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| Im Jahre 1997 erwarb die AVICRES in Campo Alegre (Land der Freude), einer ländlichen Region am Rande des Stadtteils Cabuçu von Nova Iguaçu bei Rio de Janeiro sechs Hektar Land. Das Hauptziel ist gegen die Landflucht zu arbeiten, an deren Ende viele Menschen ja doch in den Favelas (Slums) von Rio de Janeiro verelenden. In der Farm werden Obst und Gemüse angebaut, es existiert dort eine Rinder- und Schweinezucht. Geflügel wird gehalten, einige Bienenvölker geben Honig, der in Brasilien sehr teuer verkauft werden kann. Zwei Familien wohnen dauernd auf der Farm und sorgen für den reibungslosen Betrieb. Durch Gemüse-, Getreide- und Obstanbau sowie durch Imkerei, Fisch-, Klein- und Großviehzucht soll den umliegenden Landarbeiterfamilien deutlich gemacht werden, dass es sich zumindest im Nebenerwerb lohnt, auf dem Lande zu bleiben, dass dies sogar ohne Anwendung von ohnehin zu teurem Kunstdünger und Pestiziden möglich ist, soll dabei ebenfalls erfahrbar werden. Seit 1999 gibt es dort die Landwirtschaftsschule für Kinder im Projekt „Pequeno Lavrador“ (Kleiner Landarbeiter). Fast 50 Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 14 Jahren besuchen die Schule. Eine große Zahl von ihnen lebt vollkommen vernachlässigt, unter- oder falsch ernährt und hat beinahe wie selbstverständlich in Familie und Nachbarschaft körperliche und seelische Gewalt zu erdulden. Dazu gehört auch sexueller Missbrauch. Darum stellt die Arbeit mit diesen Kindern (und ihren Familien) hohe professionelle Ansprüche an die Betreuer und Lehrer.
Die AVICRES verfolgt mit all dem auch ein weiteres Ziel, nämlich einen Teil der Selbstversorung aller Häuser mit ca. 400 Kindern und Jugendlichen und ca. 150 Erwachsenen mit Nahrungs- und Lebensmitteln sicherzustellen. |
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Finanzierung: Durchschnittliche Kosten pro Jahr ca. 35.000,-- Euro. Seit 2004 unterstützt ¡futuro si! die Landwirtschaftsschule
mit |
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| 4. Mädchenhaus "Casa da Esperança" | |
| Neben zwei Häusern für Strassenjungen entstand 1997 ein Haus für Strassenmädchen. Hier bot der örtliche Bischof der AVICRES an, ein ehemaliges Kloster zu übernehmen. | |
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| Die Finanzierung übernahm ¡ futuro si ! mit 11.000,-- Euro. Die Mädchen besuchen die Schule, werden teilweise in den Kindertagesstätten zu Helferinnen ausgebildet oder arbeiten in der Näherei der AVICRES. |
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